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Profil: Bezirksapostel Leslie Latorcai leitet seit 22. Oktober 2000 die Neuapostolische Gebietskirche Kanada. Sie umfasst das Land Kanada und 27 weitere betreute Missionsländer mit insgesamt fast 2,7 Mio. Gläubigen. Somit ist die Neuapostolische Gebietskirche Kanadas flächenmäßig wie auch zahlenmäßig die größte der neuapostolischen Gebietskirchen.
Die Gebietskirche Kanada:
- Ca. 13.600 Geschwister in 104 Gemeinden,
- Verwaltunsort: Waterloo/Kitchener (Ontario)
- Fast 700 Amtsträger, davon 3 Bezirksapostelhelfer (Dzur, Sobottka und Woll), und 1 Apostel (Kreutner), sowie 2 Bezirksapostelhelfer in betreuten Ländern (Deppner in der Republik Kongo und Hebeisen auf den Philippinen)
Betreute Missionsländer:
Bangladesch, China, Indien (Teil), Jamaika, Japan, Kambodscha, Dem. Republik Kongo, Republik Kongo, Republik Korea, Laos, Macao, Malaysia, Myanmar (Burma), Nepal, Pakistan, Palau, Philippinen, Ruanda, Sabah, Sarawak, Singapur, Sri Lanka, Taiwan, Thailand, Tschad, Vietnam, Zentralafrikanische Republik
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In Kanada gibt es ca. 13.600 Geschwister, wie viele davon sind Jugendliche?
Circa 3.300 davon sind im Jugendalter.
Auf welche Art und Weise finden in Kanada Jugendtage statt?
Der Jugendtag wechselt jährlich ab zwischen einem Treffen aller Jugendlicher an einem Ort und dem Treffen in 4-5 regionalen Gruppen, bei dem der Sonntags-Gottesdienst dorthin übertragen wird. Die Jugend reist mit Autos, Bussen und Flugzeugen an, um am Jugendtag, der normalerweise an einem langen Wochenende stattfindet, teilzunehmen.
Sie kommen meistens freitagabends an und werden in privaten Quartieren oder in Schulen untergebracht, das hängt davon ab wo der Jugendtag stattfindet. Das typische Beisammensein am Samstag beinhaltet lustige Aktivitäten, meistens in einer Parkanlage. Es wird viel zu Essen angeboten, manchmal gibt es sogar ein Barbecue. Es gibt auch die Möglichkeit für Glaubensgespräche und gemeinsames Singen. Der Sonntag ist das Highlight des Wochenendes mit dem Gottesdienst, der entweder in einer unserer Kirchen oder einer Festhalle stattfindet.
Die Jugend isst dann zusammen, gefolgt von einer weiteren Aktivität, zum Beispiel einer Bootsfahrt. Zum Abschluss wird gemeinsam gebetet bevor sich jeder wieder auf den Weg nach Hause macht.
Wie können, auf Grund der teilweise enormen Distanzen zwischen den Gemeinden/Bezirken, andere Jugendveranstaltungen stattfinden?
Es gibt viele andere Jugendtreffen und –veranstaltungen, einige auf Bereichs-, Bezirks- oder auf Gemeindeebene, abhängig vom monatlichen Jugendplan, der von den Jugendleitern erstellt wird. Bezirksapostelhelfer Dzur ist für die Jugend in Kanada zuständig und wird von Bischof Peter Esser unterstützt. Alle großen Jugendveranstaltungen werden von ihnen genehmigt und abgestimmt.
Kanada ist bekannt dafür, dass oft „Fellowships“ stattfinden. Was ist der Grund für diese Tradition?
Die Gemeinden sind gewachsen und wachsen immer weiter basierend auf diesen Fellowship-Aktivitäten, einschließlich solcher Dinge wie Geburtstagsfeiern, bedingt durch das Engagement der Vorangänger. Das war ein Markenzeichen seit der Entstehung der ersten Gemeinden. Fellowships helfen die Einigkeit zu fördern und bieten auch Gelegenheit Freunde und Gäste einzuladen. Dies sind Möglichkeiten geistige Gespräche zu führen und zusammen zu beten. Die Kanadier sind generell offener und toleranter, besonders dadurch bedingt, dass wir eine so große Zahl an verschiedenen ethnischen Gruppen und unterschiedlichen Nationalitäten in den Gottesdiensten haben.
Wie hilft die Gebietskirche Kanada Menschen in den betreuten Ländern wenn dort Naturkatastrophen, wie in Myanmar und China, stattfinden? Sind unsere Brüder und Schwestern dort betroffen?
In Bezug auf Naturkatastrophen in einigen unserer betreuten Ländern, einschließlich Myanmar und China, haben wir sowohl materielle, wie auch finanzielle Hilfe durch unsere eigenen Seelsorger vor Ort beigesteuert. Des Weiteren unterstützen wir Organisationen wie das Rote Kreuz. Unsere Geschwister und Kirchen sind nur minimal betroffen.
Die Ihnen anvertrauten Missionsländer könnten unterschiedlicher in ihrem ethischen Hintergrund nicht sein. Was sind die größten Unterschiede und wo liegen Gemeinsamkeiten?
Es stimmt, dass es zwischen den 27 Ländern innerhalb der Gebietskirche Kanada bestimmte traditionelle und ethnische Unterschiede in den verschiedenen Regionen und sogar zwischen unterschiedlichen Stämmen eines Landes gibt. Wenn wir die Demokratische Republik Kongo anschauen, sehen wir von Natur aus musikalische Menschen, während andere Länder dagegen weniger musikalisch sind. In bestimmten Ländern Afrikas sind die Menschen leichter reizbar und impulsiver, während andere Menschen in asiatischen Ländern viel zurückhaltender sind.
Wir indessen konzentrieren uns auf unsere Neuapostolische Lehre und die Glaubensgrundsätze von Jesus Christus durch die Sendung seiner Statthalter, den Aposteln, um die Braut Christi vorzubereiten auf seine Wiederkunft, um die Einigkeit herzustellen und zu bewahren.
Haben Sie einen Sinnspruch der Sie besonders geprägt hat?
Einen Sinnspruch, den ich sehr schätze lautet: „Ehrlichkeit ist nicht nur die beste Strategie, sie ist die einzige Strategie.
Haben Sie eine Lieblingsbibelstelle?
Eine meiner Lieblingsstellen in der Bibel ist aus den Sprüchen Salomos Kap. 10, 22: „Der Segen des Herrn macht reich ohne Mühe.“
Gibt es Dinge in Ihrem vergangenen Leben, die Sie gern ändern würden, wenn Sie könnten?
Ich hätte versucht ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen meinen kirchlichen Aufgaben, meinem Beruf und meiner Familie zu haben, jedoch dabei immer Gottes Werk an erster Stelle setzend.
Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Freizeit? Welche Hobbys haben Sie?
Eines meiner Hobbys ist es körperlich fit zu bleiben, was ein schwieriges Unterfangen ist für einen Bezirksapostel mit seinem vollen Terminkalender. Ich sammle außerdem Taschenmesser aus den Ländern die ich bereise. Und ich liebe es Zeit mit meinen Kindern und Enkel zu verbringen wann immer mir das möglich ist.
Haben Sie schon mal am Glauben gezweifelt und wie haben Sie diese Zeit überstanden?
Mein Glaube wurde bei vielen Gelegenheiten getestet, so wie wir alle getestet werden, aber durch Gottes Gnade, und mit göttlichem Mut und viel Geduld, und durch die Verbundenheit mit meinen Segensträgern konnte ich im Glauben stark bleiben. Dadurch ist mein Glaube sogar noch stärker geworden.
Bei welchem biblischen Ereignis wären Sie gerne dabei gewesen und aus welchem Grund?
Das biblische Ereignis bei dem ich am liebsten dabei gewesen wäre, war die Zeit der Himmelfahrt Christi, als „er sie (die elf) hinausführte bis gen Bethanien, und hob die Hände auf und segnete sie.“ (Lukas 24, 50-51).
Ich wäre da sehr gerne dabei gewesen und unter den direkten Segen des Herrn Jesu gekommen.
Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Job tauschen?
Selbst wenn ich es könnte, würde ich meinen Job mit niemanden für einen Tag, oder auch nur für eine Stunde tauschen. Ich bin sehr dankbar und glücklich mit meinem Auftrag, da es die wundervollste Aufgabe ist bei der Zubereitung der Braut Christi auf das Wiederkommen des Herrn zu helfen.
Durch die ethnische Vielfalt in Kanada und den vielen anderen Ländern, haben Sie schon sehr unterschiedliches Essen probieren können. Welches ist Ihr Lieblingsgericht?
Mein Lieblinsgericht ist Ungarisches Gulasch und eine gute würzige ungarische Wurst. Jedoch durch das Reisen um die ganze Welt seit circa 20 Jahren, liebe ich auch das asiatische und das afrikanische Essen.
Die Gebietskirche Kanada hat eine sehr gut strukturierte und informative Internetseite. Wo sehen Sie die Vorteile des Internets, welches Risiko birgt es?
Der Vorteil der Interseite unserer Kirche besteht darin, dass sie ein Zeugnis sein kann um die Nachricht unserer Kirche zu fördern, in Worten und Bildern, genauso wie als Kommunikationswerkzeug für Amtsträger und Geschwister innerhalb der Kirche. Auf der anderen Seite gibt das Internet Einzelnen die Möglichkeit viel Unwahrheit zu verbreiten, die viele in die Irre führen könnte, besonders unsere Jugend.
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How many of the approximate 13,600 members in Canada are youth?
There are about 3,300 that are youth age in Canada.
How does the Day of the Youth take place in Canada?
The annual Day of the Youth alternates yearly between all youth gathering in one location, to meeting in 4 or 5 regional groups, with the Sunday Youth Service transmitted to all of these locations. The Youth travel by cars, buses and planes to attend the Day of the Youth which is usually on a long weekend. They generally arrive on the Friday night and are billeted in the members’ homes or sometimes in school residences depending on the location. The typical Saturday fellowship includes group fun activities, often at a park. Lots of food is provided, including an outdoor barbecue sometimes. There is also the opportunity for spiritual discussions and singing together. Sunday is the highlight of the weekend with the divine service conducted either in one of our churches or a hall. The Youth then enjoy dinner together followed perhaps by another activity, such as a boat cruise for example. Then there is the closing prayer and everyone heads home.
Due to the great distances between congregations in Canada, how do other youth events take place?
There are many other youth gatherings and events, some provincially, regionally and locally, according to the monthly youth schedule coordinated through the Youth Leaders. District Apostle Helper Dzur is responsible for the Youth in Canada and is assisted by Bishop Peter Esser. All major youth events are approved and coordinated through them.
Canada is noted for having lots of fellowships. What is the reason for this tradition?
The congregations grew and still continue to grow in Canada based on many fellowship activities, including such things as birthday celebrations, through the encouragement of our church leaders. This has been a hallmark since the earliest congregations were established. Fellowship helps foster oneness, as well as giving opportunity to invite friends and guests to join in. These are opportunities to share in spiritual discussion and pray together as well. Canadians are generally more open and accepting of others, especially in view of the fact that we have such a large number of ethnic groups and multiple nationalities in the congregations.
How does the Canada District Church help people in countries in their district where there are natural disasters, such as in Myanmar and China? Are our brothers and sisters affected in these countries?
Concerning the natural disasters in some of the countries in the Canada District, including Myanmar and China, we have administered support in both materials and funds through our own ministers in those countries, as well as donating to such organizations as the Red Cross. Our brethren and churches have been effected minimally.
Since the countries entrusted into your care are so different as far as ethnic background is concerned, what are some of the differences and things in common?
With regard to the comparison of differences between the 27 overseas countries in the Canada District, it is true that there are certain traditional and ethnic differences regionally and even tribally within a country. If we look at the Democratic Republic of Congo we see that the people are musical by nature, whereas other countries are much less musical. In certain countries in Africa the people are more excitable and impulsive, while people in other countries in Asia are much more reserved.
We however concentrate on our New Apostolic teaching and the doctrine of Christ in the commission of His ambassadors, the Apostles, to prepare the Bride of Christ for His return to create and maintain our oneness.
Do you have a favourite motto?
A motto that I like very much is that “honesty is not only the best policy, but it’s the only policy.”
Do you have a favourite passage from the Bible?
A favorite passage in the Bible for me is from Proverbs 10: 22, “The blessing of the Lord makes one rich, And He adds no sorrow with it.”
Are there any things in your former life that you would change, if you could?
I would have tried to have a more balanced life between my church responsibilities, my profession and my family, yet always putting God’s work first.
How do you spend your leisure time? What hobbies do you have?
A hobby of mine is to keep physically fit, which is a difficult task for a District Apostle with his busy schedule. I also collect pocket knives wherever I travel around the world. I love being with my children and grandchildren whenever possible.
Have you ever doubted your faith? If so, how did you get through it?
My faith has been tested on many occasions, as we all are tested, but by God’s grace, and with godly courage and a lot of patience, and through the close connection with my blessing bearers I was able to remain strong in my faith. In fact my faith has become even stronger because of this.
Which Biblical event would you have enjoyed taking part in and why?
The Biblical event that I would have most enjoyed participating in, was at the time of Christ’s ascension, when “He led them (the eleven) out as far as Bethany, and He lifted up His hands and blessed them” (Luke 24: 50 – 51). I would have loved to participate in and come under the direct blessing of the Lord Jesus.
With whom would you like to change your job for one day?
Even if I could, I would not change my job with anyone for a day or even an hour. I am perfectly thankful and happy with my commission, for it is the greatest task to help prepare the Bride of Christ for the return of the Lord.
With the ethnic variety in Canada and many other countries, you have tried many different meals. What is your favourite dish?
My favorite food dish would be Hungarian goulash and a good spicy Hungarian sausage. However after travelling for over 20 years around the world, I also love Asian and African food.
The Canada District Church has a very well designed and informative Internet site. What advantages and risks do you see connected with the Internet?
The advantage of our Church Internet site is that it can be a testimonial tool to convey the message of our Church, both in word and photos, as well as a communication tool for ministers and members within the church. On the other hand it gives opportunity for individuals to communicate a lot of untruths that could mislead many, including our youth in particular.
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