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Jugendtag in Offenburg - Der Gottesdienst

Offenburg. Baden-Arena. Es ist Sonntag, 15. Juni 2008, 10.00 Uhr. Etwa 6700 Jugendliche aus den Apostelbereichen Freiburg, Karlsruhe, Nürtingen, Stuttgart und Tübingen sowie aus Elsass-Lothringen singen – französisch! „Grand dieu, nous te bénissons“ („Großer Gott wir loben dich“). Die Bezirksapostel Michael Ehrich (Süddeutschland) und Jean-Luc Schneider (Frankreich) betreten die Halle. Der Jugendtag 2008 beginnt.

Als Textwort für diesen Tag liest der Bezirksapostel die Verse 21 und 22 aus 1. Johannes 3 vor: „...So haben wir Zuversicht zu Gott, und was wir bitten, werden wir von ihm empfangen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist“.

Die Sänger stimmen die Anwesenden mit dem Lied „Wer Gott vertraut, hat Zukunft“ auf den Gottesdienst ein. Dies ist zugleich das Motto des Tages. „Ich habe mich schon lange auf diesen deutsch-französischen Jugendtag gefreut“ bekennt Bezirksapostel Ehrich. Sein Wunsch ist, dass die Jugendlichen den Jugendtag nicht als „Parteitag“ oder Massenveranstaltung sehen, sondern hier und heute den lieben Gott erleben und mit ihm Gemeinschaft haben. „Ein Gottesdienst ist wie ein Vieraugengespräch mit dem lieben Gott. Er gibt mir Antworten, er berührt und er stärkt mich.“

Woher kommt diese Zuversicht zu Gott? „Die Liebe darf sich nicht nur in Worten zeigen, sondern auch in Taten.“ Taten aus der Liebe seien ein Beweis, dass die Liebe Gottes in einem stehe und man Zuversicht zu Gott haben könne, erklärt der Bezirksapostel den jugendlichen Zuhörern.

In Vers 23 seines Briefes beschreibt Apostel Johannes was der liebe Gott von seinen Kindern erwartet: „...dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander, wie er uns das Gebot gegeben hat“. Man dürfe den Heiland nicht relativieren, sondern müsse so an Jesus glauben, wie er in der Bibel beschrieben wird.

Im verwendeten Textwort heißt es: „Was wir bitten, werden wir von ihm empfangen.“ - „Das ist eine tolle Sache: Ich sage dem lieben Gott, was ich will und er gibt es mir.“, so der Bezirksapostel. Der Kern unserer Bitten solle der Wunsch sein, das Glaubensziel zu erreichen. Jesus habe gelehrt, wie man beten solle: er äußerte seine Wünsche und Bitten, aber er legte alles in Gottes Hand: „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe“.

Man beende ein Gebet mit den Worten „um Jesu Willen“. Das sei keine Warnung für den lieben Gott, dass das Gebet gleich fertig sei, sondern Ausdruck, dass wir es im Glauben erbitten, ermahnt Bezirksapostel Schneider die Jugendlichen. Man müsse sich immer fragen: „Was würde Jesus bitten, wenn er gerade jetzt in meiner Situation wäre?“. „Wenn ich alles bekommen hätte, was ich im jeweiligen Augenblick wollte, dann wäre ich heute nicht hier.“ stellt Apostel Prause fest.

Nach der Feier des heiligen Abendmahls stimmt Bezirksapostel auf ein Novum ein: „Der Tag hat ein ganz besonderes Gepräge: Es sollen junge Brüder aus eurem Kreis einen Amtsauftrag empfangen.“ 71 Jugendliche werden in das Diakonenamt und zwölf weitere in das Priesteramt gesetzt.

Bildergalerie Gottesdienst

Bericht: Miriam Dignal, Christoph Nölke
Fotos:
David Schäfer, Thomas Mielke, Uwe Rau