Materialschlacht in Halle 6
Am Anfang war die Halle wüst und leer und es war finster in dem Raum. Doch die Menschen sprachen: Es werde! und es ward (frei nach 1. Mose 1). Unvorstellbar, dass sich hier in drei Tagen Tausende von EJT-Teilnehmern tummeln und an rund 30 Ständen informieren sollen.

Am Montag, 18. Mai, beginnen Messebauer die Halle vorzubereiten. Es werden Teppiche ausgerollt, mehrere Kilometer Kabel verlegt und Lautsprecher sowie Leinwände aufgebaut. Auch der Eiffelturm steht mittlerweile in Düsseldorf. Die Macher der Bibelbox sind auch schon da und verlegen auf über 500m² einen Holzboden. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Mit dem Dienstagmorgen kommt dann endgültig Leben in die Halle. Neben etwa 15 Schweizern sind auch Helfer aus den Gebietskirchen Berlin-Brandenburg, Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland vor Ort. Auch aus Süddeutschland sind 5 Personen angereist. Während alle anderen bereits in die Hände spucken und loslegen, sind die süddeutschen Kollegen zum Zuschauen verdammt. Das Material kommt erst am Mittwoch.

Etwas Verwirrung stiftet allerdings die drei Meter hohe (und hässliche) Wand am schweizerischen Nachbarstand.

Mittlerweile ist Mittwoch, der 20. Mai. Über Nacht haben die Schweizer Kollegen die Wand tapeziert und die überstehenden Balken gestrichen.

Am frühen Morgen kommt der erste Transport für den süddeutschen Gebietskirchenstand. Das Fahrzeug ist bis an die Grenzen beladen. Neben den 50 Pappstühlen ("...die mit dem orangen Stuhl") kommen mit dieser Ladung auch das Hintergrundbanner, der Fernsehturm und das Brezelhäusle. Voller Tatendrang geht's los. Aber warum hält das Banner nicht in den Führungsschienen? Ein paar Telefonate später ist klar: Die Kederstäbe wurden nicht mitgeliefert. Nach einigen hektischen Gesprächen fährt ein Kommando los und besorgt bei einem lokalen Händler die fehlenden Stangen. Von nun an läuft alles wie am Schnürchen.

Nachdem das Banner an seinem Platz hängt kann das Brezelhäuschen zusammen geschraubt und der Turm auf seiner fünf Zentner schweren Platte verankert werden. Auch auf den anderen Ständen geht es zügig voran.

Kurz vor 18 Uhr trifft das zweite Transportfahrzeug aus dem Süden der Republik ein und damit auch das letzte Themengebiet des Gebietskirchenstandes. Der History-Bereich mit den Donaumoos-Elementen. Hier sind die Helfer mit grünem Daumen gefragt. Schilf- und Moorgrashalme werden einzeln in Mauersteine gesteckt. Gemeinsam mit originalem Moorabstich aus dem Donaumoos, Erde und Wasser kann man sich direkt in ein Moor versetzt fühlen.

Plötzlich bricht Hektik aus. Eines der Becken ist nicht dicht und das austretende Wasser bildet einen "Bodensee"... Der gehört zwar geografisch auch zu Süddeutschland, ist aber so eigentlich nicht eingeplant.

Mittlerweile sind die Stände der Gebietskirchen, des Bischoff Verlags und der Stand der Regenbogen-NAK nahezu fertig gestellt.
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Bericht+Fotos: Christoph Nölke
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