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Jugendtag in Reutlingen - Interview mit Apostel Volker Kühnle

In der Mittagspause hatte Jugendtag-Sued die Gelegenheit, Apostel Volker Kühnle ein paar Fragen zu stellen.

Dieser Jugendtag hat einen ungewohnten Ablauf („Jugendtag rückwärts“). Wie kam es zu diesem Konzept?
Nachdem der EJT letztes Jahr Maßstäbe gesetzt hat die wir so nicht wieder erfüllen können, habe ich die mit der Jugendarbeit beauftragten Bezirksevangelisten gebeten sich mit Jugendlichen Gedanken zu machen, wie wir diesen Tag gestalten können. Und dann kam aus dem Kreis der Jugend die Idee, das Ganze einmal umzudrehen, damit der Jugendgottesdienst nicht wieder durch sonstige Aktivitäten zugedeckt wird. Außerdem sollte die Jugend den Vormittag inhaltlich mitgestalten und was ich heute Morgen erlebt habe ist für mich überwältigend und beeindruckend.
Wir haben auch überlegt, wo wir den Jugendtag durchführen. Nachdem wir in Reutlingen-West eine sehr große Kirche haben, war eigentlich klar, dass wir hierher gehen und somit nicht irgendwo etwas anmieten müssen, was wieder zusätzliche Kosten verursachen würde.

In der Veranstaltung am Morgen standen die „Ich bin...“-Worte Jesu im Mittelpunkt. Was ist Jesus für Sie persönlich?
Er ist für mich – alles. Er ist derjenige der Heil bringt, der den Menschen den Zugang zur göttlichen Herrlichkeit geschaffen hat. Durch sein Opfer und in der Sendung seiner Apostel gibt er uns die Garantie: Wenn wir in der Nachfolge Jesus stehen und die Apostelwirksamkeit in den sakramentalen Handlungen erleben, dann werde ich das ewige Heil finden.

Was hat Sie heute Morgen am meisten bewegt?
Die Tatsache, dass die Jugend sich mit solchen Themen auseinander setzt, begeistert mich. Auch die Erläuterungen, die die Jugendlichen selbst erarbeitet haben, zeigen mir den ungeheuer großen Schatz, den wir in den Jugendlichen haben. Das muss man einfach pflegen. Glaube ist etwas Einmaliges und wenn die Kirche Rahmen schaffen kann, wo sich junge Menshcen einbringen können, wo sie sich angenommen fühlen, dann ist auch die Vision unserer Kirche erfüllt: Wir wollen eine Kirche sein, in der sich jeder wohl fühlt.

Das Lied „Highway to Hell“ hat erstaunlich viel Begeisterung entfacht. Wie erklären Sie sich das?
Ich kannte das Lied nicht, aber der junge Bezirksevangelist neben mir hat mich schnell aufgeklärt. Ich war dann innerlich doch etwas zögerlich hier mitzuklatschen und habe es nur sehr verhalten getan. Aber wir müssen das ja im Gesamten sehen und ich fand es von der Inszenierung her sehr interessant. Der Highway führt nicht in die Hölle sondern der Weg Jesu führt ins ewige Leben. Diese Botschaft kam sehr schön rüber. Da brauchen wir ab und zu vielleicht auch mal in der Inszenierung die Schwarz-Weiß-Malerei, die mir sonst nicht gefällt.