Jugendtag in Renningen - der Gottesdienst
„Bleibt dran, auch wenn es anders kommt, als man denkt“
Mit diesem Grußwort leitete Apostel Wolfgang Bott den Gottesdienst am 25. Juli 2010 in Renningen ein. 1.200 Jugendliche hatten sich in der Mehrzweckhalle versammelt, um gemeinsam den Jugendtag der Bereiche Albstadt, Calw, Freudenstadt, Nagold, Sindelfingen und Tübingen zu erleben. Umrahmt wurde der Gottesdienst mit dem Textwort aus 1. Timotheus 4, 16:
„Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken. Denn wo du solches tust, wirst du dich selbst selig machen und die dich hören.“
Beharrlichkeit
Apostel Wolfgang Bott griff einen Artikel der Zeitschrift „Unsere Familie“ auf. In der Januar Ausgabe schrieb Stammapostel Wilhelm Leber allen Geschwistern der neuapostolischen Kirche ein Jahreswort, in dem er zur Beharrlichkeit aufrief. Als Leitfaden gab er folgendes mit auf dem Weg: „Wir wollen uns beharrlich selbst überprüfen und immer wieder am Wort Gottes messen.“
Für die Beharrlichkeit führte der Apostel den zugeschriebenen Ausspruch von Cato: „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“ (lateinisch: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss) an. In der Zeit vor Beginn des Dritten Punischen Krieges beantragte Cato in jeder Senatssitzung die Zerstörung Karthagos. Dabei soll er alle seine Reden mit diesem Ausspruch beendet haben – unabhängig vom eigentlichen Gegenstand der Diskussion. Diese Beharrlichkeit bewahrte das römische Reich vor dem Untergang.
Wir wollen beharrlich sein …
… im Gebet
…auch wenn wir das Gefühl haben, nicht gehört zu werden. Wir wollen immer im Bewusstsein beten: „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe“. Wir dürfen dankbar sein, das Gott Jesus am Kreuz seine Bitte „lass diesen Kelch an mir vorübergehen“ nicht erfüllt hat, sonst wären wir alle verloren gewesen. Seien wir auch heute dankbar, dass Gott nicht alle Gebete erhört.
… in der Mitarbeit
…auch wenn andere in der Gemeinde sich vielleicht zurückziehen. Wir sollen uns dort einbringen, wo man sich einbringen kann. Apostel Wolfgang Bott ermutigte die Jugendlichen mit dem Leitsatz: „Wenn du immer nur das tust, was du kannst, bleibst du auch das, was du bereits bist“.
… als Friedensstifter in unserer Umgebung
…auch wenn dort Unruhe und Misstrauen herrschen. Um dies zu schaffen, müssen wir zuerst in unserem eigenen Herzen nach dem Frieden suchen.
… in dem Bestreben, ein gutes, unbelastetes Verhältnis zu allen Geschwistern der Gemeinde zu unterhalten
…auch wenn uns das nicht auf Anhieb gelingt. Wir sollen uns bemühen zu unseren Geschwistern ein gutes Verhältnis zu haben. Denken wir immer daran: „Steter Tropfen höhlt den Stein“. Auch getreu dem Motto „Wie man in den Wald hinein schreit, so hallt es auch wieder hinaus“ wollen wir immer freundlich in den Wald hinein schreien.
… in dem Bestreben, Menschen Zeugnis zu bringen vom Wirken Gottes in dieser Zeit
…auch wenn viele nichts davon hören wollen. Hier sprach der Apostel diejenigen Jugendlichen an, die einen Partner haben, der nicht unserer Konfession zugehörig ist. Da heißt es beharrlich zu zeigen, dass einem der Glauben wichtig ist. Wenn der Partner diese Wichtigkeit nicht akzeptiert, wird er auch andere wichtige Dinge für unwichtig empfinden.
Im Anschluss ergänzten Bezirksevangelist Bernd Rauser, Bezirksältester Matthias Sicha und Bischof Georg Kaltschmitt die Ausführungen mit folgenden Gedanken.
• Wenn wir die fünf Punkte bewahren, dann kommt unser Leben nicht ins Wanken.
• Beharrlichkeit ist etwas, das uns angeboren ist. Ein Kleinkind hört nicht auf, zu versuchen, laufen zu lernen.
Auch, wenn es einmal auf die Nase gefallen ist.
• Wir sollen den Spruch Luthers bewahren: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir!“
• Gott ändert sich nicht. Wenn wir am Tag des Herrn dabei sein wollen, muss es ein „Muss“ sein.
Zusammenfassung der fünf Kerngedanken des Gottesdienstes
Bildergalerie Gottesdienst
Bericht: Sebastian Mielke
Fotos: Andi Alger, Thomas Mielke
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